KFV-Unfallstatistik 2025: Die größte Unfallgefahr lauert zu Hause
- Bernhard Suler
- 12. Juli
- 2 Min. Lesezeit

824.400 verletzte Menschen in Österreich – und die meisten Unfälle passieren nicht auf der Straße, sondern im eigenen Zuhause. Das zeigt die aktuelle Unfallstatistik 2025 des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) eindrucksvoll.
Viele denken bei Unfällen zuerst an den Straßenverkehr. Tatsächlich ereignen sich jedoch die meisten Unfälle in den eigenen vier Wänden. Mit rund 334.500 Verletzten führt der Haushalt die Statistik deutlich an – noch vor Freizeit, Sport, Arbeit und Verkehr.
Senioren besonders betroffen
Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei Menschen über 65 Jahren. Mit 266.100 verletzten Seniorinnen und Senioren wurde ein neuer Höchststand erreicht. Gründe dafür sind unter anderem die steigende Lebenserwartung sowie die zunehmende Zahl älterer Menschen in Österreich.
Viele dieser Unfälle entstehen durch Stürze beim Gehen innerhalb der Wohnung. Allein in diesem Bereich wurde ein Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr registriert. Auch Unfälle bei Reinigungsarbeiten, Gartenarbeiten oder beim Kochen nehmen deutlich zu.
Verkehrsunfälle steigen ebenfalls
Während Haushaltsunfälle weiterhin den größten Anteil ausmachen, steigen auch die Verletzungen im Straßenverkehr. Besonders betroffen sind Nutzer von Fahrrädern, E-Bikes und E-Scootern. Das KFV empfiehlt deshalb unabhängig von gesetzlichen Vorgaben das konsequente Tragen eines Helms – für Kinder ebenso wie für Erwachsene.
Prävention rettet Leben
Die gute Nachricht: Viele Unfälle lassen sich verhindern. Bereits kleine Maßnahmen können das Risiko deutlich reduzieren:
Stolperfallen in der Wohnung beseitigen
Gute Beleuchtung im Wohnbereich schaffen
Regelmäßiges Gleichgewichts- und Krafttraining
Schutzausrüstung beim Sport verwenden
Helm beim Radfahren, E-Bike und E-Scooter tragen
Sicherheit beginnt im Alltag
Die Unfallstatistik macht deutlich: Prävention beginnt nicht erst im Straßenverkehr, sondern bereits zu Hause. Wer Risiken früh erkennt und einfache Sicherheitsmaßnahmen umsetzt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Familie und Angehörige.
Gerade für ältere Menschen bedeutet jeder vermiedene Unfall mehr Lebensqualität, Selbstständigkeit und Sicherheit.
Unser Fazit: Unfallprävention ist kein Zufall. Mit dem richtigen Bewusstsein und kleinen Veränderungen im Alltag lassen sich viele schwere Verletzungen vermeiden. Die aktuelle KFV-Unfallstatistik erinnert uns eindrucksvoll daran, wie wichtig Vorsorge ist.
Originalbericht, Grafik und Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit: https://www.kfv.at/unfallbilanz-824-400-verletzte-in-oesterreichs-spitaelern-durch-unfaelle/



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